1959-1963 – Eine kleine Chronik
1959
- Kuba: Am 1. Januar flieht der Diktator Fulgencio Batista von der Insel.
- Kuba: Am 2. Januar erobern die Revolutionäre Havanna und Santiago.
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1960
- DDR: Am 3. Januar erwirbt die DDR das schwedische Kreuzfahrtschiff Stockholm, das in Völkerfreundschaft umbenannt wird.
- Kuba: Im Februar nimmt Kuba mit der Sowjetunion Handelsbeziehungen auf.
- Kuba: Am 6. Oktober verstaatlicht Kuba US-Besitz und USInvestitionen im Wert von einer Milliarde Dollar.
- USA: Am 19. Oktober verhängen die USA als Antwort gegen die Verstaatlichung ein Export-Embargo (Ausnahme: Medikamente und bestimmte Lebensmittel) gegen Kuba.
1961
- USA: Am 3. Januar brechen die USA ihre diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab.
- USA: Am 20. Januar wird der 35. US-Präsident John F. Kennedy in sein Amt eingeführt.
- Kuba: Am 17. April landen 1500 Exilkubaner, unterstützt von der CIA, in der Schweinebucht.
- Kuba: Am 20. April verkündet Fidel Castro, dass die Invasion in der Schweinebucht gescheitert ist.
1962
- BRD: Am 8. Oktober erscheint die Spiegel-Ausgabe 41/1962 mit der Titelgeschichte Bedingt abwehrbereit über die Bundeswehr.
- Kuba: Am 8. Oktober trifft im Rahmen der «Operation Anadyr» das erste sowjetische Frachtschiff mit Trägerraketen für Nuklearsprengköpfe in Kuba ein.
- DDR: Am 14. Oktober sticht das FDGB-Urlauberschiff Völkerfreundschaft von Rostock/Warnemünde aus zu einer Kreuzfahrt nach Kuba in See.
- USA: Am 15. Oktober ergibt die Auswertung der US-Luftaufklärung, dass auf Kuba Raketenanlagen gebaut werden.
- USA: Am 16. Oktober tagt zum ersten Mal ExComm (Executive Committee of the National Security Council), der von John F. Kennedy einberufene Ausschuss zur Lösung der Kubakrise.
- USA: Am 18. Oktober sprechen sich die Vereinigten Stabschefs für einen Luftschlag gegen Kuba aus.
- USA: Am 21. Oktober entscheidet sich Präsident Kennedy für eine Seeblockade Kubas, die man Quarantäne tauft.
- USA: Am 22. Oktober hält John F. Kennedy eine Fernsehansprache an die Nation zur Kubakrise. Die Streitkräfte der USA werden in die Alarmstufe DEFCON-3 (Einsatzbereitschaft der U.S. Air Force in fünfzehn Minuten) versetzt.
- USA: Am 24. Oktober tritt die Quarantäne Kubas in Kraft. Die Einsatzbereitschaft für das Strategische Luftwaffenkommando wird auf DEFCON-2 (ständig sind 65 Nuklearbomber in der Luft, um auf Befehl Ziele in der Sowjetunion anzugreifen) erhöht; der Rest der US-Streitkräfte bleibt auf DEFCON-3.
- Karibik: Sowjetische Schiffe erreichen das Quarantänegebiet; auf Befehl aus Moskau unterbrechen sie ihre Fahrt oder kehren um.
- Karibik: Am 25. Oktober erreicht die Völkerfreundschaft das Quarantänegebiet, wo sie auf den US-Zerstörer John R. Pierce und amerikanische Aufklärungsflugzeuge trifft.
- USA: Auf der ExComm-Sitzung am Nachmittag des 25. Oktober entscheidet John F. Kennedy, die Völkerfreundschaft passieren zu lassen, um eine mögliche Auseinandersetzung an Bord bei einer Durchsuchung des Schiffs zu vermeiden und das Leben der Passagiere nicht zu gefährden.
- BRD: Am Abend des 26. Oktober strahlen Fernsehen und Radio eine Ansprache Konrad Adenauers zur Kubakrise aus. Die Sicherungsgruppe Bonn beginnt mit der Besetzung der Spiegel-Redaktion; die Ermittlungen leitet Siegfried Buback, Erster Staatsanwalt beim Generalbundesanwalt.
- 27. Oktober – «Schwarzer Samstag»: Ein amerikanischer U-2-Aufklärer wird über Kuba abgeschossen, ein weiterer verletzt irrtümlich sowjetischen Luftraum; ein sowjetisches Atom-UBoot steht kurz davor, seine Nuklearrakete abzufeuern. Die Völkerfreundschaft läuft in den Hafen von Havanna ein. Robert Kennedy erklärt dem sowjetischen Botschafter Dobrynin die Bereitschaft der USA, ihre Atomraketen aus der Türkei abzuziehen.
- BRD: Am 27. Oktober ist die Hamburger Spiegel-Redaktion vollständig von Beamten der Sicherungsgruppe und der Hamburger Polizei besetzt. Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein stellt sich und wird in Untersuchungshaft genommen. Schon in der Nacht wurde Spiegel-Redakteur Conrad Ahlers in Spanien festgenommen.
- UdSSR: Am 28. Oktober lässt Nikita Chruschtschow über Radio Moskau die Bereitschaft der Sowjetunion verkünden, ihre Atomraketen von Kuba abzuziehen.
- Kuba: Die Völkerfreundschaft verlässt Havanna am 28. Oktober wieder.
- BRD: Am 9. November gibt Franz Josef Strauß im Bundestag nach mehrtägigem Leugnen zu, an der Verhaftung von Conrad Ahlers in Spanien mitgewirkt zu haben.
- DDR: Am 10. November legt die Völkerfreundschaft wieder in Rostock/Warnemünde an.
- BRD: Am 19. November beschließt die FDP den Rücktritt ihrer fünf Bundesminister als Reaktion auf die Spiegel-Affäre und die undurchsichtige Rolle von Verteidigungsminister Strauß in derselben. Der FDP-Vorsitzende Erich Mende erklärt vor der Presse, Strauß sei für die FDP in einer neuen Regierung nicht tragbar.
- USA: Am 20. November verkündet Präsident Kennedy das Ende der Kubakrise.
- BRD: Am 26. November gibt die Bundesanwaltschaft die Redaktionsräume des Spiegel frei.
- BRD: Am 30. November gibt Franz Josef Strauß seinen Rücktritt vom Amt des Bundesverteidigungsministers bekannt und erklärt, dass er im neuen Kabinett kein Ministeramt übernehmen will.
1963
- DDR: Am 12. Januar wird die bereits im Herbst erfolgte diplomatische Anerkennung der DDR durch Kuba von der DDR bekannt gegeben.
- BRD: Am 13. Januar bricht die BRD alle offiziellen Beziehungen zu Kuba ab.
- BRD: Am 7. Februar wird Rudolf Augstein als Letzter in der Spiegel-Affäre aus der Untersuchungshaft entlassen.
- BRD: Am 15. Oktober tritt Konrad Adenauer vom Amt des deutschen Bundeskanzlers zurück.
- BRD: Am 16. Oktober wählt der Deutsche Bundestag Ludwig Erhard zum neuen Bundeskanzler.
- Verlag: Rowohlt E-Book
- Erscheinungstermin: 15.05.2026
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- ISBN: 978-3-644-02549-3
- 464 Seiten
- Reihe: Die Philipp-Gerber-Romane
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Autor Langroth erweist sich, vor allem im zweiten Teil, als begabter Geschichte-Aufklärer, wobei ausgesprochen wohltuend ist, dass er die Dinge beim Namen nennt und seine Haltung zeigt.
Hans Durrer, bbbucherbilder.home.blog, 11. Mai 2026 -
Hat man dieses Buch zu lesen begonnen, kann man fast nicht mehr loslassen (...), und man versinkt in den Ereignissen rund um den "Schwarzen Samstag". Für mich ein absolut gelungener neuer Fall aus dieser Buchreihe.
roland-buecherblog.blogspot.com, 15. Mai 2026 -
Langroth gelingt es ausgezeichnet, die Handlung tief im realen Geschehen zu verankern. So tief, man könnte manchmal glauben, dass es Philipp Gerber und Eva Herden tatsächlich gegeben hätte.
literatur-blog.at, 18. Mai 2026 -
Ein toller historischer Thriller, der die Tatsachen von damals geschickt einbindet und doch Platz lässt für die schriftstellerische Freiheit des Autors. Ein Lesevergnügen für alle, die sich für neuere Geschichte interessieren.
matwag.de, 18. Mai 2026