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Schluss mit dem Kampf gegen Gefühle: Dr. Leon Windscheids neuer Blick auf Angst, Liebe, Druck und Langeweile

Besser fühlen: Eine Reise zur Gelassenheit

Wir leben in einer Zeit, in der Gefühle oft in «gut» und «schlecht» unterteilt werden. Wir streben nach Glück und versuchen, Angst, Langeweile oder Druck zu vermeiden. Doch in seinem Bestseller «Besser fühlen» plädiert der Psychologe Dr. Leon Windscheid für einen radikalen Perspektivwechsel: Anstatt gegen unsere Emotionen anzukämpfen, sollten wir sie als wertvolle Signale verstehen. Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Studien zeigt Windscheid, dass vermeintlich negative Gefühle oft missverstanden werden und eigentlich Helfer sind, die uns durchs Leben navigieren. Hier ist ein tieferer Blick in vier zentrale Gefühlslandschaften aus dem Buch:

1. Angst: Keine Schwäche, sondern Energie

Angst gilt oft als Monster, das es zu besiegen gilt. Doch evolutionär betrachtet ist sie ein Schutzmechanismus, der uns fokussiert und Energie bereitstellt. Windscheid beschreibt das Phänomen der «High Reactives» – Menschen, deren Amygdala besonders sensibel reagiert. Die Lösung liegt nicht in der Unterdrückung, sondern in der Umdeutung: Wer lernt, das körperliche Herzklopfen vor einer Prüfung oder einem Auftritt nicht als Furcht, sondern als «Erregung» oder «Anregung» zu interpretieren, kann die bereitgestellte Energie für bessere Leistungen nutzen. Angst ist Energie, die uns scharf stellt.

2. Druck: Die Falle der falschen Leidenschaft

Der moderne Imperativ «Folge deiner Leidenschaft» erzeugt oft immensen Druck. Wir glauben, wir müssten für unseren Job brennen, sonst sei er der falsche. Windscheid warnt vor der «obsessiven Leidenschaft», bei der die Passion die Kontrolle übernimmt und das psychische Wohlbefinden untergräbt. Wenn der Selbstwert komplett an Leistung geknüpft ist, wird ein Misserfolg zum Identitätsverlust: Aus «Ich habe einen Fehler gemacht» wird «Ich bin ein Fehler». Ein gesünderer Weg ist die «harmonische Leidenschaft», bei der wir trotz Begeisterung die Kontrolle behalten und Grenzen setzen können.

3. Liebe: Das Geheimnis der Selbsterweiterung

Warum verschwinden die Schmetterlinge im Bauch? Das Buch stellt das «Selbsterweiterungsmodell» vor: Wir bleiben verliebt, solange wir durch unsere:n Partner:in unser eigenes Selbst vergrößern und wachsen. Zu Beginn einer Beziehung geschieht dies automatisch durch das Neue. Langfristig müssen Paare jedoch aktiv werden: Gemeinsam neue, aufregende Dinge zu erleben – wie etwa das Überqueren einer Hängebrücke – kann das Gehirn dazu bringen, die Aufregung erneut als Verliebtheit zu interpretieren. Liebe bleibt lebendig, wenn wir uns gemeinsam weiterentwickeln, statt im Alltag zu erstarren.

4. Langeweile: Ein wichtiges Signal für Veränderung

In einer Welt der ständigen Ablenkung durch Smartphones haben wir verlernt, Langeweile auszuhalten. Dabei definiert Windscheid Langeweile (oder die «lange Weile») nicht als Feind, sondern als «unangenehmes Gefühl», das uns darauf hinweist, dass wir etwas tun, das uns nicht erfüllt. Sie ist ein Korrektiv und ein Motivator für Veränderung. Wer Langeweile zulässt, statt sie wegzuwischen, fördert zudem seine Kreativität: Studien zeigen, dass Menschen nach Phasen der Langeweile bei kreativen Aufgaben deutlich besser abschneiden.

Neugierig geworden? Begib dich mit «Besser fühlen» von Dr. Leon Windscheid auf deine Reise zu mehr Gelassenheit!

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Dr. Leon Windscheid

Dr. Leon Windscheid, geboren 1988, ist Psychologe, Unternehmer und Autor. Seine Studien zu Frauen in Führungspositionen publizierte er gemeinsam mit Spitzenforschenden aus der ganzen Welt. Die Passion für seine Wissenschaft, die Psychologie, teilt der Bestsellerautor in TEDx Talks, Science-Slams und vor allem in seinen Podcasts, die rund vier Million Mal abonniert wurden. Nach Stationen in Frankreich, Spanien und der Türkei pendelt er heute zwischen Münster und Berlin.

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